Energydrinks: Wieso man auf den Konsum verzichten sollte

Energydrinks: Wieso man auf den Konsum verzichten sollte

Die Gefahren, die mit dem Konsum von Energiegetränken einhergehen, sind schon lange bekannt. Immer mehr Untersuchungen und Studien weisen auf die, teils schwerwiegenden, Folgen des Genusses von Energydrinks hin. Dies sorgt nun dafür, dass die Hersteller der süßen Getränke, die ironischerweise mit den positiven Effekten der Dosen und ihres Inhaltes auf den menschlichen Körper werben, immer mehr in Erklärungsnot geraten. Die überwiegend negativen Nebenwirkungen, die im Folgenden genauer aufgeführt werden sollen, sorgen dafür, dass man auf den Konsum verzichten und ein generelles Verbot der Drinks diskutieren sollte.

Der Statistik nach konsumierten 2016 rund 2,4 Millionen Personen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren mehrmals wöchentlich Energydrinks. Dies ist zwar etwas weniger als 2013, allerdings nimmt in den letzten Jahren die Anzahl der täglichen Konsumenten zu. Dies ist ein bedenklicher Trend, wenn man beachtet, was der regelmäßige Konsum für Folgen nach sich ziehen kann.

Vor allem die Auswirkung auf Herz und Kreislauf sind durchaus gefährlich. Da durch die verschiedenen Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Koffein, Taurin, Ephedrin der Körper in einen Gewissen „Alarmzustand“ versetzt wird, erhöht sich der Herzschlag, was wiederum zu Brust- und Kopfschmerzen, Atemnot, Schwindelgefühl und Schlaflosigkeit führen kann. Dabei sind die potenziellen Nebenwirkungen vielfältig und äußern sich nach dem Konsum individuell unterschiedlich.

Energydrinks: Wieso man auf den Konsum verzichten sollte

 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt vor allem vor den längerfristigen Folgen für Kinder und Jugendliche. Da die bunten Dosen direkt neben Saft und Limonade stehen, wird die Gefahr unterschätzt, obwohl der regelmäßige Konsum den Körper stark beeinflusst. „Das Herz wird dickwandig. Der Muskel der linken Herzkammer wird immer dicker und dadurch wird die Funktion des Herzens gestört“, berichtet Kinderkardiologe Dr. Martin Hulpke-Wette.

Die Lebensmittelorganisation Foodwatch geht noch weiter und fordert ein Verkaufsverbot an Minderjährige. Während in anderen europäischen Ländern die Gefahren und ein mögliches Verbot offen diskutiert werden, wird dieses Problem in Deutschland ignoriert. Dies kann zum einem auf ein mangelndes Interesse der Öffentlichkeit zurückgeführt werden, zum anderen steht die Politik auch unter dem Druck der Getränkeherstellerlobby, welche natürlich kein Interesse an einem Verbot eines umsatzstarken Marktsegments hat.

Den kurzen geringen positiven Effekten von Energydrinks stehen also gravierende negative Effekte gegenüber. Der übermäßige Konsum kann das Herz langfristig schwächen und zu schwerwiegenden Problemen führen. Diese Probleme reichen von Rastlosigkeit bis zu lebensbedrohlichen Herzkrankheiten.

Da das Trinken von Energiegetränken noch nicht verboten ist, bleibt es jedem selbst überlassen, ob er diese konsumiert. Allerdings weisen alle neueren Studien deutlich darauf hin, dass jeder, der etwas auf seine Gesundheit Wert legt, dringend auf den Konsum dieser Getränke verzichten sollte.

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Bild 2: bwin