Hautkrankheit Akne – was hilft?

Akne ist ein Problem, welches Menschen aller Altersgruppen betreffen kann. Die Bandbreite der möglichen Ursachen ist groß und reicht von Pflegefehlern über hormonelle Schwankungen bis hin zu einer falschen Ernährung. Erfahren Sie hier, welche Behandlungsmethoden bei Akne besonders vielversprechend sind.

Selbsthilfe bei Akne

Bei einer nur leicht ausgeprägten Akne kann es bereits ausreichend sein, die Hautpflege zu optimieren. Ideal sind pH-neutrale und parfümfreie Reinigungsprodukte, die für den Säureschutzmantel der Haut eine geringere Belastung darstellen und sie nicht weiter reizen. Auf zu häufiges Waschen sollte jedoch verzichtet werden: Das natürliche Hautmilieu wird so zerstört und die Akne möglicherweise verschlimmert. Die Haut zweimal täglich von Talg und Schmutz zu befreien, genügt völlig. Anschließend benötigt sie Feuchtigkeit, wobei Cremes auf Wasserbasis besonders gut geeignet sind, da sie die Poren im Gegensatz zu öligen oder fettigen Produkten nicht verstopfen. Auch Make-up sowie Sonnenschutzmittel sollten keine Fette enthalten. In Apotheken und Drogerien sind Reinigungsprodukte und Cremes erhältlich, die speziell auf die Bedürfnisse von aknegeschädigter Haut abgestimmt sind.

So kann der Hautarzt helfen

Bei starker Akne ist ein Besuch beim Dermatologen unerlässlich. Dieser kann feststellen, ob Pickel und Mitesser durch eine übermäßige Talgproduktion oder durch eine Entzündungsreaktion verursacht werden und die entsprechenden Therapien einleiten. In der Regel wird zunächst versucht, die Akne äußerlich mit Hilfe von Cremes oder Lösungen in den Griff zu bekommen. Diese enthalten Wirkstoffe wie zum Beispiel Azelainsäure, Benzoylperoxid oder Antibiotika, die entzündungshemmend wirken und zugleich Bakterien in den Talgdrüsen bekämpfen. Auch eine innerliche Behandlung der Akne ist möglich. Sie erfolgt meist mit Präparaten, die Retinoide, also Vitamin-A-Säure, oder antibiotische Wirkstoffe enthalten. Da diese Wirkstoffgruppen häufig Nebenwirkungen haben, sollte jedoch erst dann zu Medikamenten gegriffen werden, wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos geblieben sind.

Der Arzt weiß Rat

Akne stellt für die Betroffenen eine große Belastung dar und vermindert in vielen Fällen die Lebensqualität. Eine individuell abgestimmte Therapie ist daher besonders wichtig, um den Hautzustand zu verbessern. Spezielle Pflegemaßnahmen können helfen – bei schwerer Akne sollte jedoch ein Hautarzt aufgesucht werden, damit dieser geeignete Cremes oder Medikamente verordnet.

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