Hinweise für Durchfallbehandlungen

Der Artikel gibt Hinweise zur Behandlung von DurchfallWenn es um die Behandlung von Durchfall geht, bestehen immer noch viele Unsicherheiten und Missverständnisse. Der folgende Artikel soll für Aufklärung sorgen und über die am meisten verbreiteten Mythen aufklären.






Durchfallmedikamente – Keine Sorge vor Verstopfung

Entgegen dem weit verbreiteten Glauben, dass Medikamente gegen Durchfall (wie beispielsweise IMODIUM akut) den Stuhlgang verhindern, sorgen diese lediglich dafür, dass die normale Darmtätigkeit wieder hergestellt wird und somit zu einem natürlichen Rhythmus zurückfindet, ohne dabei die Darmfunktionen zu beinflussen. Da bei Durchfall der Darm häufig komplett entleert wird, kann es schon ein bis zwei Tage dauern, bis dieser sich wieder füllt. Dies führt dazu, dass viele Betroffene in dieser Zeit keinen Stuhlgang haben und sie daher vermuten, dass Sie durch die Einnahme von Durchfallmedikamenten nun unter Verstopfung leiden.

Die rechtzeitige Behandlung

Durchfall ist lediglich ein Symptom, das auftritt, wenn das körpereigene Immunsystem krankmachende Keime bekämpft. Viele Menschen sind der Auffassung, dass der Körper den Durchfall dazu nutzt, die Bakterien, die den Durchfall verursachen, auszuspülen. Dies ist ein Irrtum, denn nicht der Durchfall, sondern das körpereigene Immunsystem bekämpft die krankmachenden Keime. Bakterien fühlen sich im wässrigen Stuhl besonders wohl, was dazu führt, dass sie sich dort schnell vermehren. Durchfall kann aber auch durch andere, nicht-infektiöse Ursachen ausgelöst werden. In beiden Fällen sollte man mit einer Behandlung früh beginnen. Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid können die Leidenszeit verkürzen und einer Dehydrierung durch Wasser-und Elektrolytverlust vorbeugen.

Sofortige Behandlung bei Kindern

Da Durchfall dem Körper wertvolle Flüssigkeiten und Nährstoffe entzieht, können Kinder den dadurch verursachten Mangel in ihrem Körper nicht so schnell wieder ausgleichen wie erkrankte Erwachsene. Es ist daher enorm wichtig, die Flüssigkeit bei ihnen so schnell wie möglich zu ersetzen und den Durchfall zu stoppen. Kinder ab 12 Jahren können bereits bedenkenlos mit Medikamenten behandelt werden. In der Apotheke erhält man außerdem Elektrolytmischungen, die den Verlust von Mineralien ausgleichen können. Im Zweifelsfall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Verhalten bei Ansteckungsgefahr

Infektiöse Erreger wie Bakterien oder Viren können Durchfall auslösen. Für den Menschen  besteht größte Ansteckungsgefahr bei Kontakt mit bereits erkrankten Personen oder mit kontaminierten Gegenständen. Infizierte Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser können ebenfalls die Erreger übertragen. Gute Hygiene ist die beste Vorbeugung gegen Durchfall und eine Ansteckung kann meist abgewendet werden wenn Sie sich regelmäßig die Hände waschen und frische Nahrungsmittel, wie Obst und Gemüst, vor dem Verzehr gut reinigen.

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