Myofasziales Schmerzsyndrom – Lokaler Schmerz in Muskeln und Gewebe

Das Myofasziale Schmerzsyndrom (MSS) stellt für Mediziner noch immer ein Rätsel dar. Bei MSS können Muskelschmerzen in allen denkbaren Körperregionen auftreten. Anders als bei der Fibromyalgie ist das Schmerzempfinden jedoch lokal begrenzt. Stellt ihr Symptome des Syndroms fest, solltet ihr so früh wie möglich eine Therapie beginnen, um die Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern.

Symptome

Zugrunde liegt eine Entzündung der Muskeln (Myo) und des Bindegewebes (Faszies). Dabei kommt es zu einer Knötchenbildung, die Schmerzen in den Muskeln und Gelenken hervorrufen kann. Die Beschwerden des myofaszialen Schmerzsyndroms sind dabei vielfältig und können sich in den folgenden Körperbereichen äußern:

  • Rücken
  • Zähne
  • Kniegelenke
  • Kiefergelenk
  • Schultern
  • Arme
  • Kopf

Darüber hinaus stellen Betroffene eine Einschränkung der Beweglichkeit der Muskeln sowie ein anhaltendes Zucken der Muskulatur bei Druckausübung fest.

Unbekannte Ursachen

Mediziner vermuten den primären Auslöser des myofaszialen Schmerzsyndroms in einer Über- oder Fehlbelastung der Muskulatur. Daneben könnten auch Stress oder innere Unruhe zu einem kontinuierlichen Anspannen der Muskeln führen. Als mögliche Risikofaktoren gelten weiterhin Mangelernährung und hormonelle Störungen. In seiner sekundären Form kann MSS die Folge einer Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates wie Arthrose oder einer neurologischen Störung sein. Bisher schloss man durch die gängigen diagnostischen Verfahren auf psychosomatische Störungen, Gelenk- oder Wirbelsäulenschäden. Dank der Ultraschall-Elastographie jedoch können die entzündeten Triggerpunkte, die auf MSS hindeuten, erkannt werden. Wird die Ursache allerdings nicht behandelt, können die Schmerzen chronisch werden.

Behandlung der Triggerpunkte

Die schmerzhaften Areale sind auf der Hautoberfläche durch eine Rötung mit gelben Höfen zu erkennen. Die tastbaren Knötchen bilden sich rund um ein Muskelfaserbündel und lösen bei Druck Schmerzen aus, die in andere Körperregionen ausstrahlen. Die einzelnen Triggerpunkte müssen gezielt behandelt werden, mit Massagen oder im Rahmen eines Muskelaufbautrainings können dabei die Schmerzen jedoch nur bedingt beseitigt werden. Vielmehr wird auf eine Wärmebehandlung mit fokussierten Stoßwellen gesetzt. In schweren Fällen des MSS kann auch eine Behandlung durch Akupunktur Abhilfe schaffen. Ziel ist es, die Muskulatur dauerhaft zu entspannen und die Rückbildung der Knötchen zu fördern – allerdings zeigt die Therapie nicht immer die gewünschten Behandlungserfolge. Seid ihr betroffen, lasst euch davon nicht unterkriegen: Es gibt zahlreiche Menschen, die unter MSS in seiner chronischen Form dennoch ihr Leben meistern.


Artikelbild: Adam Gregor – Fotolia

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