Deodorants – Antitranspirante: Was ist da eigentlich der Unterschied?

Deodorants – Antitranspirante: Was ist da eigentlich der Unterschied?

Eigentlich ist Schwitzen eine wichtige Körperfunktion – mithilfe des Schweißes reguliert der Körper seine Temperatur. Dringt der Schweiß an die Hautoberfläche, verdunstet er dort und kühlt. Der Körper wird somit vor Überhitzung geschützt. Dennoch ist vermehrtes Schwitzen ein lästiges Übel, denn es führt zu unschönen Schweißflecken auf der Kleidung und unangenehmen Schweißgeruch. Ein „Deo“ benutzen wir fast alle – wir verwenden es als Spray oder Roller, als Stick oder Zerstäuber. Mit Körpergeruch möchte schließlich niemand etwas zu tun haben! Aber benutzen wir wirklich ein „Deo“ oder ist es vielleicht doch ein „Antitranspirant“? Tatsächlich ist das Wort „Deo“ oft ein Sammelbegriff für zwei verschiedene Arten von Körperpflegeprodukten: Deodorants und Antitranspirante. Nur die wenigsten Verbraucher kennen den Unterschied.

Den Schweißgeruch hemmen: das Deodorant

Deodorants enthalten keine Aluminiumsalze, die die Schweißproduktion hemmen, sondern überdecken lediglich unerwünschten Körpergeruch mit Duftstoffen wie Parfümen. Dieser unerwünschte Körpergeruch (oder Schweißgeruch) entsteht durch geruchsbildende Bakterien auf der Haut, denen der Schweiß als Nahrungsgrundlage dient. Frischer Schweiß ist nahezu geruchslos. Erst das Zersetzen des Schweißes durch die Bakterien verursacht den unangenehmen Schweißgeruch. Hier können zusätzliche antibakterielle Inhaltsstoffe im Deo das Wachstum dieser geruchsverursachenden Bakterien eindämmen. Eine schweißverhindernde Wirkung haben Deodorants ohne Aluminiumsalze allerdings nicht: Wer sie anwendet, schwitzt unvermindert stark weiter.

Den Schweißfluss hemmen: das Antitranspirant

Antitranspirante haben einen Wirkmechanismus, der früher ansetzt als die klassischen Deos, denn sie sorgen dafür, dass Achselnässe gar nicht erst entsteht. Um diese Wirkung entfalten zu können, enthalten Antitranspirante Aluminiumsalze. Diese verengen ganz gezielt die Schweißdrüsenausgänge und können somit den Schweißfluss, z.B. unter den Achseln, um bis zu 50 Prozent und mehr verhindern. Mit der fehlenden Schweißbildung wird den geruchsverursachenden Bakterien außerdem die Nahrungsgrundlage entzogen – sie können sich nicht vermehren, so dass auch kein Schweißgeruch entstehen kann. Durch die Anwendung eines Antitranspirants erzielen Sie also eine 2-fach Wirkung: Sie schwitzen nicht – die Haut bleibt trocken. Die trockene Haut verhindert Bakterienwachstum – kein unangenehmer Schweißgeruch entsteht.

Für wen ist nun aber welches Produkt geeignet? Sind Sie eher ein Deo- oder Antitranspirant-Typ? Jetzt erfahren in der Checkliste von everdry.

Die Wirkung von Deodorants und Antitranspiranten unterstützen

Um eine gute Wirkung erzielen zu können, sollten Deodorants und Antitranspirante ausschließlich auf frisch gewaschene, trockene Haut aufgetragen werden. Hilfreich ist es, die Haare unter den Achseln zu entfernen: eine starke Achselbehaarung verursacht ein feuchtwarmes Klima, bei dem sich Bakterien besonders gut ansiedeln und vermehren können. Nach der Rasur sollten Sie allerdings für mindestens zwölf Stunden kein Deo oder Antitranspirant verwenden. Was wenige wissen: Durch die Rasur entstehen oft kleine Verletzungen auf der Haut. Werden nun Körperpflegeprodukte unmittelbar nach der Rasur aufgetragen, kann dies zu Hautreizungen wie Jucken oder Brennen führen. Daher sollte die Haut im Anwendungsbereich immer intakt sein.

Wer oft Probleme mit starkem Schwitzen hat, sollte sich außerdem folgende Empfehlungen zu Herzen nehmen: Verzichten Sie besser auf scharfe, schwer verdauliche Speisen und reduzieren Sie Ihren Kaffee, Schwarztee und Alkoholkonsum – sie regen die Schweißbildung nur zusätzlich an. Achten Sie auf die richtige Kleidung: Gerade Synthetikkleidung (ausgenommen ist spezielle Sport-Funktionsbekleidung) ist wenig atmungsaktiv und verursacht somit Stauwärme, die uns so richtig ins Schwitzen bringt. Tragen Sie lieber luftdurchlässige, atmungsaktive Kleidung. Hierbei empfehlen sich vor allem Naturmaterialien wie Leinen oder Baumwolle. Achten Sie beim Waschen Ihrer Kleidung – gerade bei geringen Temperaturen – auf das richtige Waschmittel. Hier eignen sich spezielle Hygiene-Waschmittel, die bereits bei geringen Temperaturen Bakterien abtöten. Verzichten Sie außerdem auf Weichspüler. Diese umhüllen die Textilfasern wie einen Film und wirken wasserabweisend. Hierdurch kann Schweiß nicht mehr ausreichend aufgenommen und abgeleitet werden.

 

Bildnachweis: Thinkstock_497602555_iStock_CentralITAlliance

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